Grundwahrheiten 1 – 10

 

 

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Ein Tweet von Martin Lindner hat mich heute beschäftigt:

Martin_Lindner

Offensichtlich ist es in einer Vielzahl von Veranstaltungen immer wieder notwendig Digitalisierung zu erklären bzw. ihren Mehrwert verteidigen zu müssen. Warum diese Rechtfertigung? Die Forderung nach einem Grundwahrheiten-Katalog, der im Sinne von Flipped Classroom im Vorfeld von Veranstaltungen allen zur Verfügung gestellt wird, so dass man nicht erst immer und immer wieder grundsätzliche Fragen klären muss, kreiste mir durch den Kopf.

Was wären denn im Bereich Bildung solche „Grundwahrheiten“? Was sind meine Ansichten, die für mich das Grundverständnis bilden?

So ist innerhalb kurzer Zeit diese Liste entstanden. Ich wollte nicht lange nachdenken und abwägen, sondern vom Gefühl her ein paar Sichtweisen zum Thema Digitalisierung (aus Sicht der) für die Bildung formulieren. Reihenfolge ist völlig zufälig und keine Rangfolge. Das ist dabei herausgekommen:

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Digital denken für Lehrpersonen

Toller Beitrag. Absolute „Seh“empfehlung.

Staufberg - Sicht

Nando Stöcklin hat zusammen mit anderen Autoren einen 6-Schritte-Plan erarbeitet, der Lehrpersonen dazu animieren soll, in die digitale Welt einzutauchen. Oder mit Christoph Schmitt formuliert, sollen die erwähnten sechs Schritte Menschen von Analogistan nach Digitalien führen.
Diese 6 Schritte: Vernetzen – Teilen – Zusammenarbeiten – Recherchieren – Entdecken – Spielen werden in der Broschüre «Aufbruch in die digitale Welt» erklärt. Dabei wird bei jedem Schritt nach dem Weshalb gefragt und was dies für Vorteile in Bezug auf digitales Denken hat.

Ich bat eine Klasse Fachfrauen und -männer Gesundheit (FaGe) im 2. Lehrjahr zu den sechs Schritten konkrete Beispiele zu überlegen und zu zeigen, wie sie mit digitalen Werkzeugen umgehen. Ich habe ihnen eine Kamera überlassen – im Video siehst du ihre Ideen.

Hier gibt es die erwähnte Broschüre als pdf.


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digital kompetent – was heißt das?

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Quelle: pixabay CC0

Digital kompetent zu sein wird heute erwartet. Schule soll dies vermitteln. Dazu ist es als Lehrperson notwendig, selbst digital kompetent zu sein. Aber was bedeutet das konkret?

Die Februar-Beitragsparade der Bildungspunks stellt diese Frage und ich möchte darauf mit einer Zusammenstellung von Materialien zu diesem Thema antworten, die nur als grober Überblick verstanden werden kann, quasi als Einstieg in das Thema. Deshalb auch an dieser Stelle die Bitte um Ergänzungen. Wenn ihr weitere Links, Buchtipps, Sketchnotes, Blogposts, … habt, nutzt die Kommentarfunktion. Ich erweitere die Liste gern.

Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen. Ein europäischer Referenzrahmen. Hier wird die 4. Kompetenz als Computerkompetenz bezeichnet.

Europäischer Referenzrahmen für digitale Komptenzen (engl.)

Bildung in der digitalen Welt. Strategie der Kultusministerkonferenz

Digitale Kompetenz: Die im 21. Jahrhundert unerlässliche Fähigkeit für Lehrende und Lernende

Kompetenzen in der digitalen Welt. Kompetenzbereiche – Eine Übersicht

Digitale Kompetenzen – Raster zur Selbsbeurteilung

Digitale Kompetenz in Deutschland: Was muss sich ändern? Sichtweise der BertelsmannStiftung

Neue Wege in der Lehrerbildung. Die Qualitätsoffensive Lehrerbildung

7 Pillars Of Digital Leadership In Education

8 Essential Digital Literacy Skills That Students Need

Kompetenzen für eine digitalisierte Arbeitswelt: ein Orientierungsrahmen

Digitalisierung im Lehramtsstudium von C. Spannagel

So digital-kompetent sind die Deutschen

Models for successful schools in a digtale age. A research study and literature review via @martin_rist

Praxisbeispiel DiBiS von #Bayernedu

verschiedene Themen der Beitragsparaden der Bildungspunks

Offenbar wollen einige Länder den Digitalpakt umdeuten von Jan-Martin Wiarda

Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien

 

Mikrofortbildungen braucht das Land!

So kann es laufen, wenn es läuft! 😉

21st century educating

Lehrende sollten sich fortbilden. Grundsätzlich ist die Lernbereitschaft vieler Kolleginnen und Kollegen vorhanden. Vielen nutzen Angebote an der eigenen Schule, an Pädagogische Hochschulen oder online. Doch der hektischer Schulalltag erschwert die Sache schwer. Woher die Zeit und vor allem die Energie dafür finden? Zwischen vorbereiten, organiseren, präsentieren, korrigieren, kommunizieren und vieles mehr, muss privat Zeit für Familie, Entspannung oder Verpflichtungen auch noch sein. Nicht so leicht.

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Webinar zur digitalen Vernetzung – #edupnx and #friends

Bildungspunks_Logo

Jürgen Wagner vom LPM Dudweiler hat ein Webinar zum Thema digitale Vernetzung organisiert. Monika Heusinger und Elke Höfler werden heute am 01.02.2018 von 19.00 bis 20.30 Uhr die Plattform der Bildungspunks zur Vernetzung im Bildungsbereich vorstellen, aber auch andere Möglichkeiten zur Kollaboration und kollegialem Austausch aufzeigen.

Informationen zum Inhalt findet ihr auf der Website der Bildungspunks und auf Monika Heusingers WebsiteAnmeldungen zum Webinar laufen über Jürgen Wagner oder hier.

2018 und danach?

 

Das vorletzte Thema der Beitragsparde der Bildungspunks „Wie kann Schulentwicklung in der digitalen Transformaton gelingen?“ ist ein sehr aktuelles, ein wichtiges Thema und gleichzeitig auch ein vielfältiges. So viele Schulen – so viele Möglichkeiten – so viele unterschiedliche Bedingungen. Deshalb habe ich mich gefragt: Was erwarte ich von Schule und Bildung im Jahr 2018, von Schule und Bildung in der Zukunft? In welche Richtung werden sich Schule und Bildung an sich entwickeln? Sicher ist, dies wird ein Prozess sein, der

a) länger dauert,

b) individuell (von Schule zu Schule) unterschiedlich verlaufen wird,

c) von der digitalen Transformation in der gesamten Gesellschaft abhängt.

Es wird sicher nicht den EINEN Weg geben. Gute Bildung besteht aus Tradition und muss in die Zukunft führen – ein Entweder/Oder wird es nicht geben, eine differenzierte Betrachtung ist unerlässlich, wie auch im Blogpost von Elke Höfler „Raus aus der Filterblase“ nachzulesen ist. Differenziert muss aber auch heißen – offen für die neuen (digitalen) Entwicklungen, die jetzt schon die Gesellschaft verändern. Da kann sich Schule nicht abschotten. Digitale Transformation eröffnet nicht nur Möglichkeiten, analoge Prozesse ein wenig schneller oder auch papierlos zu gestalten. „Das Medium ist die Botschaft“  stellte McLuhan 1967 fest und zeigte auf, dass neue Medien nicht nur die Art und Weise der Kommunikation verändern, sondern auch Wahrnehmung und Denken der gesamten Gesellschaft verändern.

This fact merely underlines the point that “the medium is the message” because it is the medium that shapes and controls the scale and form of human association and action.

Digitale Transformation wird nicht nur Korrekturen oder Verbesserungen an Bestehendem auslösen, sondern das Bildungssystem in seiner Konstruktion verändern. Lernen und Lehren, Inhalte und Wege müssen neu gedacht werden. Dieser Veränderungsprozess braucht eine Vision, ein Ziel, auf das Umgestaltungen und Entwicklungen hinarbeiten und das sicher immer wieder an neu angepasst werden muss.

Die Zukunft der Bildung liegt in einem „blended approach“. Lernen, jedenfalls das, was wir bisher darunter verstanden haben, reicht im 21. Jahrhundert nicht mehr aus. Fakten sind verfügbar – immer einen Click entfernt. Ich muss aber in der Lage sein, Fakten zu recherchieren, zu bewerten, einzustufen, zu verarbeiten, zu verbinden – neues Wissen, neue Zusammenhänge herzustellen und dieses zu erklären und zu präsentieren. Dabei findet Lernen meist nicht als Einzelleistung statt. Der Lernprozess muss auch um die Dimension sozialer Interaktion erweitert werden. Lernprozesse sind maßgeblich von soft skills geprägt. Kommunikation, Teamarbeit, positive Grundeinstellung, Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem und anderen Meinungen sind unabdingbare Voraussetzung und wichtiger denn je und sollen Grundlage für ein lebenslanges Lernen sein.

Der Veränderungsprozess im Bildungsbereich hat schon eingesetzt. Schulen sind unterschiedlich weit im Zuge der digitalen Transformation vorangekommen. Meist wurde auf das WAS fokussiert – Software, Ausstattung, Technik. Notwendig ist die Klärung der Frage, WIE gelernt werden soll. Wenn man davon ausgeht, wie sich Arbeiten durch Digitalität verändert, kann man dies auf schuliche Prozesse übertragen:

  • agiles Arbeiten
  • Arbeiten in Projekten
  • flexible Gruppen
  • zeit- und ortsunabhängig

 Vernetzung_und_Kommunikation

Schule als Lernraum

Schule soll ein Ort des Lernens im Sinne von Kollaboration, Austausch und kritischer Reflexion bleiben. Schüler*innen treffen sich, um Inhalte gemeinsam zu erfassen, zu erschließen, zu bearbeiten. Solch eine fordernde Arbeit – und nichts anderes als Arbeit ist es – sollte unter optimalen Bedingungen ablaufen. (siehe auch weiter unten: Schule als Gebäude)

Betrachtet man diese Lernzeit in Schule als Arbeitsprozess wird einem schnell klar, dass hier die Prozesse gemäß der Enstehungzeit von Bildungseinrichtungen (auch so ein schönes Wort 😦 – erinnert mich an Kaserne oder Gefängnis) noch in den Strukturen der Industrialisierung und der Fließbandarbeit ablaufen: Zeit-, Raum- und Organisationsstruktur.

Agiler Arbeiten wird in der Wirtschaft gefordert, weil die schnelle Reaktion auf Veränderungen mit den alten Methoden nicht in ausreichendem Maße möglich sind. Schule soll  da anders sein? Warum? Schule ist Teil der Gesellschaft und steht auch genau vor diesen Herausforderungen. Warum also nicht mit agilen Methoden in Schule arbeiten? Tools/Arbeitsmethoden wie Scrum, Kanban ( hier ein Beispiel: Kanban for Kids)oder Trello (Andre Hermes hat zum Einsatz von Trello im Geographieunterricht beim @excitingEdu ein Beispiel vorgestellt) bieten sich vor allem bei Projektarbeit an, die einen höheren Stellenwert beim Lernen einnehmen muss. Wer würde abstreiten, dass Arbeiten in starren, unflexiblen Gruppen überholt ist? Man sucht sich Kooperationspartner, Leute, die für die Erledigung der Aufagbe hilfreich sind, mit denen man gut zusammenarbeiten kann – entsprechend der Projekthematik und -herausforderung. Für Schule bedeutet das fächerübergreifend (Sind Fächer unserem heutigen Verständnis nach noch nötig oder müssten sie inhaltlich neu bstimmt werden?) und jahrgangsübergreifend (Lässt sich Wissensstand verbindlich an Altersklassen binden?) lernen.

Damit dieses fächer- und jahrgangsunabhängige, projektorientierte Arbeiten funktionieren kann, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein – ganz lapidare Grundvoraussetzungen:

genügend Personal – zum Begleiten, Anleiten, Material zur Verfügung stellen, Bewerten (nicht benoten), Beraten, Organisieren, …

technische Ausstattung – Papier (ja, auch das wird es noch geben ;)), Materialien zum Erstellen von Präsentationen in allen Varianten, Breitbandanschluss, WLAN, Aufnahmegeräte, Beamer, … alles frei auswählbar

räumliche Ausstattung – ausreichend vorhandene und entsprechend ausgestattete Rämlichkeiten für GA, PA, Projektarbeit, …

Da Lernen nicht Selbstzweck ist, sollte Schule allgemein und speziell die Projekte in die bestehenden örtlichen Gegebenheiten eingebunden werden. So wird auch  moralisches, ethisches sowie soziales Lernen einbezogen und den Schüler*innen bewusst gemacht, wie wichtig ihr Beitrag zur Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft ist.

Schule als Lehrraum

Aus der Perspektive der Lehrer gesehen ist und bleibt Schule Arbeitsplatz. Allerdings sollte der eigentliche Arbeitsplatz auch vorhanden sein – mit ausreichend technischer Ausstattung (s.o.) Das Vorhandensein eines schulischen Arbeitsplatzes ist wichtige Voraussetzung für ein effektives, kooperatives Arbeiten im Kollegium bei Planung, Gestaltung und Reflexion von Unterricht.

Und die Arbeit ist nicht nur im Sinne der o.g. Aufgaben (siehe „genügend Personal“) zu verstehen, sondern schließt auch die Teamarbeit untereinander und die Fortbildung mit ein. Gerade letzteres wird sich ändern müssen – weg von zentral vorgegebenen Veranstaltungen mit frontalem Input hin zu Micro-Fortbildungen an den Schulen selbst – von Kollegen für Kollegen, in Netzwerken der Schulen und Kollegen, zum produktiven Austausch. Hier zwei Beispiele dazu, von Elke Noah und Frau Sonnig. Auch webinare und MOOCs sind Angebote, die mehr Beachtung im schulischen Bildungsbereich finden müssen. Ein nahezu unerschöpfliches Angebot bietet Jürgen Wagner mit seinen Globinaren. Ebenso wird in der Lehrtätigkeit mehr der Bezug zu außerschulischen Lernorten und damit die Kooperation mit anderen Partner eine Rolle spielen. Dies müssen Lehrpersonen auch zeitlich leisten können, heißt – es muss ein ausreichendes Stundenvolumen dafür zur Verfügung stehen.

 

Schule als Organisation

Der erste Gedanke, der mir zu diesem Gesichtspunkt in den Sinn kommt, ist Organisation als Lebewesen. Ich denke, dieser Vergleich ist auch treffend, denn Schule funktioniert wie ein lebender Organismus. Ein optimales Zusammenspiel aller „Zellen“ (Schülerinnen, Lehrinnen, Eltern, Kommune, …) ist für ein erfolgreiches Funktionieren und Wachsen notwendig. Die Abläufe müssen gut aufeinander abgestimmt sein und dafür ist Kommunikation entscheidend. Digitale Kanäle mit entsprechendem Datenschutz und Zugriffsrechten sowie der Möglichkeit der Kooperation zum Planen, Erstellen und Bearbeiten – hört sich für mich im Jahr 2018 eigentlich nicht unbedingt nach Wunschdenken an, sondern sollte Realität sein. Damit Schule auch so funktionieren kann, muss Schulleitung als Team geführt und mehr Entscheidungsfreiheiten für ihre Schule haben.

 

Schule als Gebäude

Andere Anforderungen benötigen andere räumliche Möglichkeiten. Für projektbasierten Untericht, jahrgangsübergreifend, fächerübergreifend – für Schule, die nicht mehr der Schule in den heutigen Strukturen von Klassen, Klassenlehrer, mit Versetzung und schriftlichen Prüfungen entspricht, bedarf es auch eines neuen Raumkonzepts: mehr Räume unterschiedlicher Größe – kombinierbar, stabiles WLAN, Beamer, Breitbandzugang, „Kulturzugangsgeräte“, Tafel, Bücher/Bibliothek, Makerspace, Schulgarten, grünes Klassenzimmer, Sportplätze, … Schule muss als Ort der Präsenz und Kooperation, aber auch der globalen Vernetzung dienen.

Schule und Lernzeit

Sehr unklar ist für mich noch die Frage der Zeitstruktur. Lernen und Lehren wird im Zuge der digitalen Transformation nicht mehr orts- und zeitgebunden stattfinden (müssen). Sehr wohl aber werden Ort und Zeit zur Zusammenarbeit eine Rolle spielen. Digitale Werkzeuge und Arbeitsweise ermöglichen eine Kooperation, aber nicht immer wird der digitale Workflow genügen, der persönliche Kontakt ist für eine gute Zusammenarbeit hilfreich und sollte auch in der Schule nicht vernachlässigt werden. Teamarbeit, Diskussionen, Feedback, … brauchen auch „face to face“-Momente. Schüler*innen sollte aber auch Möglichkeiten eingeräumt werden, von anderen Lernorten aus zu arbeiten. Dies bedeutet Zeitstruktur in der Schule (Anwesenheitspflicht, Stundenvolumen, Lehrerstunden, …) neu zu denken.

Schule und Bewertung

Ein immer wieder diskutiertes Thema. Sowohl Befürworter als auch Gegener führen Argumente ins Feld, die zu bedenken sind. Es sollte aber nicht die Abrechenbarkeit von Leistungen im System Schule entscheidend sein, sondern die Frage der Förderung von Bildung und Erziehung junger Menschen, damit ihnen nach ihrer Schulzeit eine echte, aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird. Unter dieser Betrachtungsweise stellt sich die Frage der Notwendigkeit von Benotungen wie in der jetzigen Praxis gehandhabt. „Formative Assessment“ wird eine entscheidende Rolle spielen müssen, denn prozessbegleitendes, motivierendes Feedback ist das, was Lernprozesse wirklich unterstützt und Lernzuwachs sichert. Dies muss sich auch auf Prüfungen und Abschlüsse auswirken. Für mich ist die logische Konsquenz eine Prüfung der aufnehmenden Einrichtung, also Eignungstests, die auf die Qualitäten fokussieren, die für die z.B. berufliche Richtung, die eingeschlagen werden soll, wichtig sind. So verlieren allgemeine Durchschnitte ihre Bedeutung, aber ein Nachweis für die wirklich erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten kann geprüft werden.

Im Verlauf der digitalen Transformation werden mehr Fragen aufgeworfen als gelöst. Dies ist aber nicht anders als in jedem anderen Entwicklungsprozess vergleichbarer Dimension. Jetzt kommt noch der Zeitdruck hinzu, der eine schnelle Anpassung auf Grund der rasanten technischen Entwicklungen erfordert. Jeder Lehrperson sollte klar sein, dass sie sich mit den Fragen zur Zukunft der Bildung beschäftigen muss. Ein Abwarten ist nicht möglich!

 

Kommunikation im Lehrerzimmer – was geht?

Die Beitragsparade der Bildungspunks im Januar thematisiert die Kommunikation im Lehrerzimmer. Natürlich gibt es kein Patentrezept. Einerseits ist die Ausgangssituationen an Schulen sehr unterschiedlich, andererseits haben alle Beteiligten andere Ansprüche und Bedürfnisse. Deshalb sind die verschiedenen Möglichkeiten, die zur Kommunikation genutzt werden eigentlich zweitrangig. Viel wichtiger als der Weg, der Kanal, ist die Kommunikation selbst. Im Gespräch bleiben – mit allen Beteiligten – das ist die Grundvoraussetzung für erfolgreiches schulisches Arbeiten.

Zum Austausch von Informationen, Daten, Materialien, Ideen und zum kollaborativen Arbeiten sollte man verschiedene Kanäle nutzen. Es gibt sicher nicht DEN einzigen wahren Kommunikationskanal. Wichtig ist, dass man sich auf verschiedene Bedürfnisse und Möglichkeiten einstellt, aber auch flexibel bleibt und neue Angebote testet und probiert. Und wie immer, der Mix macht’s. Auch wenn digitaler Workflow sicher große Vorteile bietet (schnelle Verfügbarkeit und Zugriff, Teilen, Veränderbarkeit), so festigt doch auch die gute alte face-to-face Kommunikation die Beziehungen.

Viel Spaß beim Kommunizieren!

A longer piece on the taxonomy of Bloom

Great words about education and didactic hierarchy.

From experience to meaning...

Benjamin Bloomdeveloped a taxonomy for goals in education, and frankly: One of the most asked questions I received is ‚is Bloom correct‘.

For the people who haven’t heard about the taxonomy before, it is often represented like this:

But did you notice, I didn’t write: this is the taxonomy, I wrote it’s often represented. During Spring a lot of edubloggers wrote about this by the likes ofDavid DidauandDoug Lemov and on Twitter Dylan William proposed this correction:

But now it’s getting really interesting asLorin W. Anderson co-autor of the revised Taxonom of Bloom wrote a guest post on the blog of Larry Ferlazzo to put some things straight, and big warning: some people will need to adapt their textbooks:

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Wir können etwas tun. Und zwar jeder – ein Interview mit Mareike Hachemer

Ein inspirierendes Interview – macht nachdenklich. Und ich glaube, das ist die beste Ausgangsbasis für die Auseinandersetzung mit den aktuellen Problemen unserer Welt. Probleme erkennen, verstehen und nach Lösungen suchen.

Smart Classroom Learning

Im April haben wir bei uns an der Oberstufe Langenhorn die Zukunftswerkstatt Oberstufe im Rahmen eines pädagogischen Jahrestages organisiert. Für diese Veranstaltung konnten wir Mareike Hachemer als Keynote-Speakerin gewinnen. In diesem Interview teilt sie ihre Ideen zu Unterricht im 21. Jahrhundert.

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#excitingEdu2017 – Formate, die man braucht

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Gestern aus Berlin zurückgekommen will ich versuchen, meine Endrücke vom Lehrerkongress #excitingEdu zusammenzufassen.

ExcitingEdu – sind Wiederholungen nicht langweilig?

Bereits in den Jahren 2015 und 2016 habe ich an dieser Veranstaltung teilgenommen. Im Vorfeld dachte ich, man sollte sich vielleicht auch mal auf anderen Veranstaltungen umsehen. Ein wenig hatte ich Bedenken, dass die oft zitierte Filterblase sich negativ auswirken würde – dieselbe Veranstaltung mit denselben Leuten also mit ähnlichem Input. Was sollte das bringen?

Antwort: Viel! Es war wieder ein motivierendes Treffen, nicht nur mit Bekannten, sondern auch mit vielen neuen Leuten. Zum Auftakt im Planetarium hatte David Klett kurz eine Umfrage gestartet, wer das erste Mal beim excitingEdu-Kongress sei, woher die Leute kommen, wer schon Referent war. Und es war klar zu sehen, hier waren nicht nur „alte Hasen“ , sondern viele neue Neugierige, an digitaler Bildung Interessierte.

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Beeindruckend am Lehrerkongress war das breit gefächerte Spektrum von Themen und der immer mögliche und gut genutzte Austausch. Diese Möglichkeit der Vernetzung, des Lernens finde ich sehr anregend. Auch wenn oft von „Filterblase“ die Rede ist – dann ist sie meiner Meinung nach gewachsen, hat sich ausgedehnt. Jeder lernt, jeder hat neue Themen, erweiterte Sichtweisen, inspirierende Ideen. Man muss sich nur drauf einlassen und ausprobieren. Am erstauntesten war ich über die Session von Ulrich Hierdeis zum experimentellen Musizieren. Ich bin kein Musiklehrer, aber das was ich dort probieren konnte, war eine tolle Erfahrung – sozusagen: musikalisches Storytelling! Ich bin immer noch begeistert.

Bildungspunks vorgestellt

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Gemeinsam mit Alicia Bankhofer und Christine Skupsch durfte ich unser Projekt „Bildungspunks“ vorstellen. Es war schön einige unserer Follower f2f zu treffen, sich Feedback einzuholen und Tipps zu bekommen.  Egal wie vernetzt man ist, egal wie rege die digitale Diskussion läuft – ein Treffen, ein gutes Gespräch sind einfach nicht zu ersetzen. Viele waren auch einfach neugierig, wer sich hinter den „Bildungspunks“ versteckt und was die „Beitragsparaden“ sind. Wir hoffen viele Fragen geklärt zu haben. So konnten wir zum Beispiel auch Bedenken aus dem Weg räumen, man könne sich als Nicht-Lehrer nicht an unseren Beitragsparaden beteiligen. Alle, die sich zum Thema Bildung äußern möchten, können das bei uns tun. Viele kennen das Format, waren oder sind mit Beiträgen aber noch sehr zurückhaltend. Es ist ein großer Schritt, sich in die digitale Welt hinauszuwagen und die eigene Meinung zu äußern. Bedenken, sich angreifbar zu machen, oder Gedanken, dass man nichts Wichtiges beitragen kann, sind oft die gößten Hürden. Wir hoffen, wir konnten einige davon ausräumen.

Networking

Input wird beim excitingEdu unbestritten geliefert. Das Beste aber sind die Kontakte, die man knüpfen kann – denn die bieten den eigentlichen Wissenszuwachs auf lange Sicht. Besonders schön ist es für mich immer, wenn aus den unbestimmbaren Twitter-Profilfotos Gesichter werden. Meist kennt man sich aus einigen digtalen Diskussionen und das Treffen #irl zeigt, dass man die Leute einfach „schon kennt“. Die Zeit ist wie immer viel zu kurz für ausgiebige Unterhaltungen. Aber für #schuhtweets reicht sie 😉

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Auf Twitter kann ja gut weiterdiskutiert werden – bis hoffentlich zum nächsten Treffen. Und für uns Bildungspunks war der Kongress auch in Beziehung Organisation sehr erfolgreich – der Ort für unser nächstes Bildungsbrunch steht fest – dank networking. Näheres dazu gibt’s bald auf dem Bildungspunk-Blog. Darauf freue ich mich schon besonders und natürlich auch auf November 2018 – zum nächsten excitingEdu.