Vortrag zur Schulischen Medienintegration jetzt verfügbar | ifib blog hier

Der Vortrag von Andreas Breiter zur „Digitalisierung der Schule – Medienintegration und ihre Organisationslücken“ zeigt sehr gut die vielen, wie Breiter so schön formuliert, Organisationsentwicklungsaufgaben im Bereich Bildung. Viel ist schon passiert, viele Lehrende sind motiviert, aber leider, wie so oft im Bildungswesen, sind das die oft zitierten Einzelkämpfer und Leuchttürme. Kooperation ist dringend angesagt, um die Lücken in der Organisation zu schließen, damit Medienintegration in Schule auch wirklich flächendeckend stattfinden kann.

Kooperation auf der kleinsten Ebene – unter den Kollegen. Hier muss sich das Teilen von Materialien, Konzepten und Ideen in einem Workflow etablieren, der diese Haltung der Zusammenarbeit selbstverständlich werden lässt. Umso leichter fällt dann der Schritt, auch über den Tellerrand der Schule zu schauen und auf nächster Ebene zu kooperieren. Schulen als Lerneinheiten sehen, die miteinander, sich gegenseitig bereichernd, arbeiten.

Kooperation muss sich aber durchziehen bis zum Bund – Länder – Verhältnis. Gerade hier ist noch eine Menge zu tun. Und hier wäre auch die Möglichkeit, Strukturen zu ermöglichen und zu initiieren – für die Zusammenarbeit, für das Teilen von Resourcen, für das Lernen, Testen, Anwenden und Verbreiten von best-practice-Beispielen, Beispielen, die auch wirklich einen Mehrwert für Unterricht bedeuten.

Und um das noch einmal klar zu formulieren: es geht um Integration von Medien, Umgang mit Medien. Das kann man nicht nur in der Theorie erlernen. Das bedeutet Anwendung und Umgang mit Medien – im Unterricht. Für Schüler muss es möglich sein, das Medium für ihren Arbeitsprozess zu wählen, das ihnen persönlich am geeignetsten erscheint. Und diese Auswahl muss selbstverständlicher Bestandteil ihres Arbeitsprozesses werden, da muss es keine Frage nach Erlaubnis geben müssen, ob Bleistift, Füller oder Smartpen, ob Heft, Tablet oder Laptop benutzt werden darf. Aber die technischen/digitalen Voraussetzungen müssen gestellt werden. Auswahl muss erstmal möglich sein – und da sind sie wiederdie Organisationsentwicklungsaufgaben.

Lücken in diesen Organisationsfeldern zu schließen ist Grundvoraussaetzung für eine gelingende Medienintegration in Schule. Einfache Lösungsvorschläge gibt es auch – zum Beispiel: Einführung eines Faches Pflichtinformatik. Aber: „Informatik ist keine Medienkunde.“ (einer von vielen genialen Sätzen Breiters im Vortrag)

Einfach reinhören, sich inspirieren und motivieren lassen. Und dann ganz wichtig: andere anstecken. 😉

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