Workflow mit Classei im Lehreralltag

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Der Monat August ist vorbei und damit die ersten dreieinhalb Wochen des neuen Schuljahres. In den letzten beiden Wochen vor Schulstart habe ich mein analoges Ablagesystem auf Classei-Mappen und Stehsammler umgestellt – um nicht zu sagen: revolutioniert 😉 und zwar dank des Beitrags von Marcel Spitau bei den Bildungspunks. Dies ist also ein Ergänzungsbeitrag zum April-Thema Daten-Ablage.

An der Wortwahl ist meine Begeisterung zu spüren, ich bin überzeugt und empfinde es als eine enorme Erleichterung im Alltag. Das ist eine sehr persönliche Sichtweise und liegt vielleicht an meinem bisherigen (chaotischen, nicht wirklich vorhandenen) Ordnungssystem.

Ich bin Lehrerin für 3 Fächer: Deutsch, Geschichte und Englisch. (Ja, ich weiß – blöde Wahl. Alles korrekturintensive Fächer, aber ich habe nach Interesse gewählt.). Im Laufe von mehr als 20 Jahren des Unterrichtens haben sich „Tonnen“ von Papier angehäuft. Dies resultiert vor allem aus der vor-digitalen Zeit und der Tatsache, dass ich, wie sicher viele Lehrer, glaubte, man könnte ja das Arbeitsblatt oder den Test oder die Klausur nochmal gebrauchen. Hinzu kommen auch zahlreiche Folien für OHP, die bei uns an der Schule leider noch zur Standardausstattung gehören.

Classei gibt mir die Möglichkeit, alles in kleinen Portionen zu sortieren und durch die Mappen und entsprechende Kennzeichnung griffbereit zu haben. Ich versuche wirklich, die Materialien sehr genau zu trennen und zu bezeichnen. Vieles kann man an verschiedenen Stellen (Jahrgänge, Fächer, FoBi) einsetzen und will nicht erst lange überlegen, in welcher Rubrik man es abgelegt hat. So habe ich zum Thema Epik-allgemein in Sek. II einzelne Mappen für Theorie, Folien, Tests, Referatsthemen, Klausuren und natürlich für einzelne Werke.

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Was ich als den größten Vorteil empfinde, ist das Nicht-Lochen-und-Abheften-Müssen. Kein Ordner, den man erst aufschlagen und mühsam nach der richtigen Stelle absuchen muss, um dann mit der Heftung zu kämpfen. Ein weiterer Pluspunkt ist das „Befüllen“ der Mappen. Einmal gekennzeichnet und einsortiert, reicht oft schon ein Beiseiteschieben im Stehsammler und man kann die entsprechenden Papiere hineingleiten lassen. Die Ordner nahmen viel Platz weg. Einige konnte ich schon entsorgen und habe enorm an Stauraum gewonnen – und viel besser noch: an Überblick.

Natürlich habe ich noch längst nicht alles eingeordnet. Nach und nach im Laufe des Schuljahres baue ich das System auf und aus. So hoffe ich, auch festzustellen, was am Ende wirklich entsorgt werden kann.

Die beste Idee überhaupt ist das 43-Ordner-System. Jeder Tag eine Mappe, jeder Monat eine Mappe – und mein Chaos ist beherrschbar. Die vielen Dinge, die bei einem Lehrer täglich eintrudeln – Infos von Schülern, Hinweise von der Fachschaft, Tests, Terminansagen in bestimmten Klassen, … Früher landete das alles im Lehrerkalender, der immer mehr anschwoll und am Ende eigentlich nur noch aus fliegenden Zetteln bestand, die zeitaufwändig durchsucht werden mussten. Meist mit dem Ergebnis, dass man das, was man gesucht hatte, garantiert nicht gefunden hat. Jetzt habe ich eine Pendelmappe, die ich täglich mitnehme und die jeglichen Papierkram aufnimmt. Zu Hause wird einmal ausepackt und in die 43-Ordner sortiert – gleich zu dem gewünschten Termin. Endlich hört das Suchen auf. Meinen 11er Kurs Geschichte habe ich nächsten Dienstag – 3 Schüler haben den Test nicht mitgeschrieben, also zum nächsten Dienstag ablegen. Und jetzt kommt das Beste: Und vergessen!!! 😉

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So wie die Unterlagen in der entsprechenden Tagesmappe verschwinden, bin ich sicher, dass ich sie am Abend vorher rausnehme und nicht vergesse. Entspannterer Umgang mit der Zettelwirtschaft, die ja leider nicht weniger geworden ist. Da an meiner Schule bis jetzt alles analog läuft, kann ich so die Papierberge bewältigen.

Eine weitere Neuanschaffung, über die ich froh bin, ist mein Taschenbegleiter „RoterFaden„. Für die Noten brauche ich den analogen Lehrerkalender sowieso nicht, sondern eher als Gedächtnisstütze – Stundenplan, Raumplan und Sitzpläne. Dank der Klammern sitzt alles an der richtigen Stelle, nichts geht mehr verloren.

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In diesem Jahr habe ich das Gefühl organisierter und strukturierter gestartet zu sein. Hoffe, es ist nicht nur ein Gefühl! 😉

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