Lehrer-Start ins neue Schuljahr

 

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Für mich in Sachsen-Anhalt ist sind die ersten 7 Schultage des Schuljahres 2017/18 vorbei. Fazit: #läuft

Dass ich mein Fazit erst nach einer Woche ziehen kann, hängt mit der späten Bekanntgabe von Lehrereinsatz und Stundenplänen zusammen. Montag, zur ersten Dienstberatung vor Schulstart am Donnerstag, habe ich die Informationen erst erhalten. Wie ich finde – reichlich spät. Von meinen 25 Pflichtstunden waren mir nur 4 bekannt – mein 11er Deutsch-Kurs läuft natürlich nun als 12er weiter. Alles andere war unklar. Ich finde solch eine späte Bekanntgabe des Einsatzes problematisch. Schließlich gibt es noch einiges vor Unterrichtsbeginn zu planen. Und innerhalb von 3 Tagen die Planung für mehrere Klassenstufen und Fächer aufzustellen, halte ich für mehr als ungünstig. Zumal in dieser Zeit auch Fachschaftssitzungen und andere Treffen stattfinden.

Insgesamt bin ich aber mit meinem Einsatz mehr als zufrieden. Ich darf 6 Klassen weiterführen – das ist eine gute Basis. Kontinuität zahlt sich in Schule immer aus.               2 Klassen habe ich neu übernommen. Und nach 2 Jahren Klassenleitertätigkeit für eine 5./6. Klasse kann ich jetzt ein Jahr mit Klassenführung pausieren. Ein ganzes Schuljahr! Da weiß man erstmal richtig einzuschätzen, wieviel Mehrarbeit die Tätigkeit als Klassenleiter bedeutet. Bei der ganzen Rennerei in den ersten Tagen (Liste erstellen und abgeben, Infos überprüfen, verschiedene Dinge einsammeln, Meldungen weitergeben, …) konnte ich mich freuen, dass ich es in dieser Hinsicht dieses Jahr etwas ruhiger angehen lassen kann – ich werde es ganz bewusst genießen.

Neue Fachlehrpläne, Schreiben eines Mediennutzungsplans, Organisation der Geschichtsprojektwoche für Klassenstufe 6 und diverse andere Dinge wie Fortbildungen, die auf der Agenda stehen, werden keine Langeweile aufkommen lassen.

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Außerdem habe ich technisch/digital aufgerüstet. seit gestern bin ich stolze Besitzerin eines Minibeamers, der ab nächster Woche zum Einsatz kommt. Ich verspreche mir zuerst Zeitersparnis und einen besseren persönlichen Workflow. Mal sehen, wie es läuft.

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Dann gab es auch noch eine analoge Aufrüstung: Ich bin dank des tollen Artikels von Marcel Spitau  für die BildungspunksBeitragsparade zum Classei-System gewechselt. Eine Sortier-Aktion vor den Ferien war die Grundlage. Jetzt während der Schulzeit wird nach und nach alles weiterstrukturiert und zugeordnet – ich bin begeistert.

Beide organisatorischen „Aufrüstungen“ will ich wenigstens einen Monat im Schulalltag testen, um mir eine Meinung bilden zu können.

Euch allen auch einen guten Start oder auch noch schöne Ferien – je nach dem.

 

 

 

Informationskompetenzen – (k)ein neues Ziel

Toller Artikel – lesen, nachdenken, sich positionieren!

WordPress-Blog von Thomas Weiss

Die (nicht mehr ganz) neuen Arbeits- und Kommunikationsformen, die mit der digitalen Technik entstanden und weltweit verbreitet wurden, haben zu einer Diskussion geführt, welche Bildungsziele dafür in der Schule verankert werden sollten. Im folgenden Text versuche ich, eine andere Antwort zu geben, weil die populären Ansätze m. E. unbefriedigend sind. Wir sind dabei, etwas zu entdecken, etwas zu benennen, etwas weiter zu entwickeln, was seine Anfänge vor langer Zeit hat, nehmen dafür aber aufgrund von Koinzidenz die moderne Technik als Richtungsweiser.

Die gefragten Kompetenzen, die in die Bildungspläne gehören, sind solche, die jetzt durch die neue Technologie besonders häufig gebraucht werden. Diese Kompetenzen oder Ansätze davon gab es jedoch schon vor Jahrhunderten, vielleicht Jahrtausenden. Dementsprechend suche ich nach Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche von einer gewissen Zeitlosigkeit und von hoher Allgemeingültigkeit geprägt sind, die zudem in ihrer Zusammensetzung kohärent und vielseitig sind. Ausgehend vom Begriff der Information stelle ich hier Kompetenzen…

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Infogram – Tool zum Erstellen von Infografiken

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Für Präsentationen nutze ich meist prezi. Ich bin nicht rundum zufrieden damit, im Moment erscheint es mir oft etwas zu verspielt. Nüchterne, auf den Inhalt fokussierte Darstellungen sind mir lieber. Und da kommen die Infografiken ins Spiel. Schon länger bin ich auf der Suche nach einem Tool zum Erstellen von Infografiken – bis jetzt erschien mir alles zu kompliziert, teuer, umständlich.

Prezi und infogram haben sich im Mai diesen Jahres zusammengeschlossen. Über die Prezi-Seite bin ich dann auf infogram gestoßen. Die kostenlose Basis-Variante offenbart ein tolles, einfaches und intuitiv zu bedienendes Tool. Alle möglichen Arten von Diagrammen lassen sich einbinden, genauso wie Texte, Karten und Videos. Anpassungen lassen sich leicht vornehmen. Man kann von Google Drive, One Drive oder Dropbox Daten hochladen.

Hier mein nicht ganz ernst gemeinter Versuch der Darstellung, was ein Lehrer so kurz vor Schuljahresbeginn noch zu tun hat. (Angaben frei geschätzt ;))

Lehrertätigkeit vor Schuljahresbeginn

 

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Die Infografiken lassen sich über die sozialen Medien verteilen oder auch über Mail. Ebenso kann man sie auf infogram veröffentlichen. Ein WordPress-Plugin gibt es auch. Es ist also auf alle Fälle einen Versuch wert.

infogram Basic

 

 

Daten, Daten, Daten – ein Problem in Schule

Die Beitragsparade der @Bildungspunks für den Monat Juli lädt zum Nachdenken über Fragen des Umgangs mit Daten ein. Datenschutz, Datensicherheit, Datenspeicherung sind Reizwörter in der Bildung. Lösungen für den Umgang mit Daten werden gefordert, aber kaum umfassend gefunden.

Daten sollen Kommunikation, Kollaboration und auch Kreativität fördern. Welche Erwartungen haben LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern dahingehend? Ich habe versucht, die Wünsche und Bedenken aufzulisten, die mir in Gesprächen mit KollegenInnen, aber auch SchülerInnen und Eltern immer wieder begegnet sind.

Die verschiedenen Punkte sind im folgenden SlideWiki (CC BY SA)  zusammengefasst. Ich würde mich über Ergänzungen, Erweiterungen und natürlich auch Lösungsvorschläge freuen.

SlideWiki 

Was Tesla mit dem Automarkt macht, wird die „Digital Education Community“ mit dem öffentlichen Bildungssystem machen: radikal disruptieren

Geniale Umformung eines Artikels über Auto-Industrie auf Bildung. Das heutige Bildungssystem in seiner Struktur und seinen starren Inhalten hat ausgedient.

Bildungsdesign

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Ralf Schwartz hat in der Wirtschaftswoche eine Kolumne geschrieben, in der er ganz wunderbar beschreibt, wie Tesla der Automobilbranche nach und nach den Garaus machen wird. Nachdem ich das auf facebook geteilt und behauptet hatte, dasselbe würde demnächst mit den Bildungssystemen passieren, hat ein Kollege gefragt, wie ich das denn konkret meinen würde. Da mich der Gedankengang von Ralf Schwartz überzeugt hat, habe ich eine Experiment gemacht: Ich habe seinen Artikel im Großen und Ganzen so belassen und mit nur wenig Änderungen auf die Bildung übertragen. Das kam dann dabei raus:

Und wenn wir statt „Auto“ einfach „Bildung“ nehmen?

Die großen und innovativen Anbieter digitaler Bildungsformate (udemy, coursera, singularity university, udacity, edX u.v.m.), die mittlerweile mit immer mehr Konzernen zusammenarbeiten, haben nichts zu verlieren und alles zu gewinnen – deutschsprachige Bildungspolitiker und ihre Schulleiter denken genau umgekehrt. Doch mit den zunehmenden Open-Source-Kulturen und dem heute beinahe selbstverständlichen open…

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Workshop zur digitalen Bildung in Sachsen-Anhalt 13.Juni 2017

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Die Ankündigung klang vielversprechend: Workshop – Schule in der digitalen Welt – IST-Stand und Perspektiven in Sachsen-Anhalt

Der Ablaufplan machte mich schon stutzig. 2,5 Stunden Vorträge, nicht mal 2 Stunden für einen Workshop. Es gab 6 thematische Angebote, aus denen man nur eines wählen konnte.

Wenn auch der erste Vortrag von Prof. Dr. Stefan Iske über „Schulische Bildung vor den Herausforderungen einer digitalen Welt“ die Anreise lohnte und auch sogar ein kurzer Austausch möglich war, so waren die anderen Veranstaltungen Beispiele dafür, wie Bildung gerade nicht mehr ablaufen sollte – frontal, keine Einbeziehung der Lernenden, kaum Austausch.

Freiräume, Entfaltungsspielräume und Kreativität – Möglichkeiten, die digitale Bildung eröffnen kann. Prof. Dr. Stefan Iske zeigte einen weiteren wichtigen Aspekt in der digitalen Bildung auf – Tentativität. Die Begegnung mit Neuem und das Verständnis dafür sollte nicht nur stattfinden, indem man das Neue nach bekannten Strukturen untersucht und kategorisiert. Dann reduziert man Neues auf Bekanntes. Vielmehr ist ein komplexeres Herangehen notwendig. Ein Suchen, Untersuchen, Testen, um neues Wissen zu verstehen. Die neue Sicht ist eine relative, vorläufige. Denn nicht die Regeln kategorisieren das neue Wissen, sondern umgekehrt stellen die neuen Erkenntnisse Regeln und Kategorien in Frage und führen zu einer Überarbeitung und Anpassung der alten Regeln. Transformationsprozess im richtigen Sinne und wie er sich jetzt mit digitalen Mitteln auch gut umsetzen und unterstützen ließe. Aber das alles ist eben nicht IST-Stand, wie es im Workshop-Titel hieß. Es ist Perspektive, die man mutig umsetzen muss.

Auf Schule und Bildung angewandt, würde dies ein Umdenken und eine Umstrukturierung notwendig machen. Bis jetzt wird aber im erstgenannten Sinne alles in althergebrachte preußische Strukturen des 19. Jahrhunderts gepresst. Von Prof. Dr. Paul Bartsch kamen auch eher zurückhaltende Töne. Ausgangspunkt seiner Betrachtungen zu „Medienbildung mit System“ war die Beschreibung der heutigen Gesellschaft als Individualisierungs- und Risikogesellschaft mit immer stärker werdenden Beschleunigung und verstärktem Druck auf den Einzelnen. Medienbildung müsse dann, von ihm zuerst genannt, die Funktion von Bewahren einnehmen – Schüler*innen vor Schaden bewahren und Werte und Normen erhalten. Aus der KMK-Strategie wurden im Anschluss Vorschläge für das Handeln abgeleitet und neben Veränderungen im Bereich Organisation, Technologie und Unterricht forderte Prof. Dr. Paul Bartsch, dass digitale Bildung auch stärker Beachtung in der Lehrerbildung finden muss. Auf OER, 4K-Modell oder SAMR wurde nicht eingegangen.

Die Vorträge waren informativ und wären sicher eine gute Diskussionsgrundlage gewesen. Allerdings wurde diese Chance vergeben. Ein Barcamp-Format hätte hier wirklichen Austausch ermöglicht. Und über mehrere Slots hätten die Teilnehmer auch zu verschiedenen Themen arbeiten können. So waren feste Themen und Abläufe vorgegeben. Ich habe den Workshop zur Lernplattform Moodle besucht. Schulpraktische Erfahrungen wurden angekündigt, waren aber letztendlich selten. Hier hätte ich wirklich gern mit der Plattform gearbeitet, um mich über Handhabbarkeit und Leistungen zu informieren. Aber zu einem wirklichen Austausch kam es nicht. Es wäre hilfreich gewesen, wenn man Lehrer*innen hätte gewinnen könnte, die aus ihren eigenen Erfahrungen beim täglichen Einsatz berichten. So aber fand ich die Vorstellung wenig überzeugend. Ich werde wohl bei meinem selbstgewählten lehrerbasierten Lernmanagementsystem bleiben.

Außerdem ärgere ich mich, dass ich andere Themen verpasst habe – vielleicht sind da ja echte Diskussionen zustande gekommen. Da es aber keine Protokolle (wie beim Barcamp) gibt und auch die digitale Vernetzung eigentlich nicht vorhanden ist, war es eine Veranstaltung wie schon viele vorher: teils gut, teils weniger, einmalig, ohne Resonanz und Feedback.

Schule in der digitalen Welt – um ein Bild aufzunehmen, das am Beginn der Veranstaltung gebraucht wurde: Lokomotive in der digitalen Bildung – wahrscheinlich haben wir Verspätung.

Fazit:

Barcamp ist DAS beste Fortbildungsformat. Austausch und Vernetzung stehen im Mittelpunkt. Es geht ums Miteinander – Diskussionen werden geführt, Hilfe angeboten, Materialien geteilt, Verbindungen etablieren sich und führen oft zu gemeinsamen Projekten und am Ende kann jeder auch in den etherpads nachlesen, was er verpasst hat.

 

 

Literarisches Raumkonzept im Klassenraum – realistisch gesehen

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Die Beitragsparade der @bildungspunks läuft diesen Monat zum Thema Neue Raumkenzepte für KlassenzimmerUntersuchung von Räumen in literarischen Werken ist mir als Deutschlehrer vertraut. Aber ehrlich, über die Räume, in denen mein Unterricht stattfindet, müsste ich mir viel mehr Gedanken machen – und dann zur Tat schreiten, denn die Räume schreien nach Veränderung.

Aber erstmal zur Analyse:

Vorbetrachtung

Räume und ihre Wirkung sind wichtig, oft unterschätzt und vernachlässigt. Meist werden ihre Ausstattung und Anordnung als gegeben hingenommen. Aber Räume erfüllen immer bestimmte Funktionen. In der Literatur unterscheiden wir

  • Handlungsraum = Bedingungunsrahmen für die Handlung der Personen
  • Lebensraum = Raum, in dem sich die Figuren bewegen, der sie – positiv oder negativ – prägt
  • Gedankenraum = Raum, der durch Wünsche, Träume oder Illusionen – also durch Kreativität – entsteht
  • Stimmungsraum = Raum, der die Handlung tragende Stimmung verkörpert
  • Kontrastraum = Raum, der in einen inhaltlich und assoziativen Kontrast zu einem anderen Raum verkörpert
  • Symbolraum = Raum mit symbolischer Bedeutung

Auch wenn man diese Unterscheidung trifft, so ist es doch immer – in der Literatur und im realen Leben, also im Schulalltag – ein Zusammenspiel mehrer Komponenten.

Schrifsteller verlegen ihre Handlungen an bestimmte Orte, kreieren besondere Räume. Ein Raum erfüllt bestimmte Funktionen und wirkt auch auf die Personen und Handlungen. Somit wäre eine Beeinflussung der im Raum agierenden Personen nur logische Konsequenz und auch für Schule und Lehrer nutzbar –  ja, nicht nur nutzbar, sondern müsste genutzt werden.

Ausgangssituation

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Der jeweilige Klassenraum ist mein Handlungsraum – für die Schüler und mich. Er schafft uns die Arbeitsrahmenbedingungen, wird so zum Lebens- und Stimmungsraum. Bei mir sieht das so aus:

  • Größe: für meineArbeitsweise selten ausreichend und flexibel genug
  • Sitzordnung: vorgegeben, starr, würde ich oft ändern wollen, aber da wir alle (LuS) wechseln, sind die Kolleg*innen nicht begeistert
  • technische Ausstattung: Kreidetafel, in einigen Räumen Beamer, 1 Whiteboard in der Schule, WLAN für Lehrer nur in einem Gebäude, aber nicht flächendeckend, TV (älteste Generation ;)), Steckdosen und Verlängerungskabel sind Mangelware

An der Aufzählung merkt man schon meine Unzufriedenheit. Wenn man bedenkt, dass der jeweilige Klassenraum eine sehr lange Zeit Lebensraum für die Schüler und mich ist, muss sich was ändern, damit wir dieser negativen Beeinflussung entgegenwirken. 

Was ich mir wünsche:

Abgeleitet von der Ausgangssituation sind meine Wünsche klar und einfach:

  • einen ausreichend großen Raum, am besten mit 2 kleinen Räumen als Ausweich für Gruppenarbeitsphasen
  • flexible Stühle und Tische (kombinierbar in verschieden großen Settings) für Einzel-, Partner – und Gruppenarbeitsphasen
  • fest installierter Beamer (am besten mit AppleTV) und dazugehörige Projektionsfläche
  • ausreichend Steckdosen 😉
  • Pinnwand, Magnetfäche, Regale – also Gelegenheiten, um Schülerarbeiten und -materialien zu verstauen
  • eine Schulbibliothek, die immer zugänglich und auch kompetent besetzt ist – für Recherchearbeiten 
  • WLAN für Lehrer und Schüler

Realisierbarkeit:

Realisierbar wäre das, wenn ich einen Raum für mich hätte – wenn also Lehrerraumprinzip herrschen würde. Im Moment habe ich aber keine Möglichkeiten, etwas zu ändern. Ich bin als Lehrer ständig „auf der Flucht“. Ich wechsle die Räume (und eventuell auch Gebäude) – jede Stunde bzw. Doppelstunde. In den Pausen versuche ich dann auf die Schnelle technische Gerätschaften zu organisieren und vor allem, die veralteten Geräte auch zum Laufen zu bekommen. Wie nervig und oft genug auch erfolglos das sein kann, beschreibt Lotta im Ref sehr gut in ihrem Blogartikel Kapitulation.

Wie ich schon sagte, liegt für mich die Lösung des Raumkonzepts im Lehrerraumprinzip – zumindest am Gymnasium. Durch die Zuordnung und die Verantwortung für einen Raum, kann ich als Lehrer Materialien, Strukturen, Arbeitsabläufe und technische Geräte so organisieren, dass sie im Lehr- und Lernprozess unterstützend und hilfreich sind. Ich kann vorausschauend planen und vorbereiten und ermögliche so meinen Schüler*innen einen optimalen Arbeitsablauf. Es enstünde ein angenehmer, entspannter Worflow, der allen zu Gute käme.

Lernraum

Weiter gedacht:

Aber eigentlich beschreibe ich damit nur eine Lösung für Raum- und Organisationsprobleme im alten (analogen) Bildungssystem. Verlangt nicht die digitale Bildung (ich weiß, dass der Terminus umstritten ist) aber nach einer neuen Struktur von Unterricht und den entsprechenden Räumen? Wenn ich Kreativität, Kollaboration, Kommunikation und kritisches Denken als Unterrichtsprozesse etablieren will, kann ich Schüler*innen keine Sitzordnung für Frontalunterricht anbieten. Dann muss ich aber auch die Struktur von festen Klassen und Fächern in Frage stellen. Und damit bekommt die Raumkonzeption eine neue Dimension. Das würde allerdings die eigentliche Fragestellung sprengen – denn Klassenzimmer gäbe es nicht. – Eine, wie ich finde, schöne Vorstellung. Ideen und auch Schulen, die diese Konzeption umsetzen, existieren bereits. Einiges kann man im Beitrag Der Klassenraum als dritter Erzieher von Christiane Schicke nachlesen und anschauen. Ein schönes Konzept ist auch das der fraktalen SchuleIm Artikel ist nachzulesen, wie ein Umbau und der Übergang zu einer neuen Raumkonzeption gestaltet werden kann. 

Vortrag: Trends und Perspektiven der Lern- und Weiterbildungsmöglichkeiten in einer digitalisierten Welt (Slides)

Toller Artikel! Danke an Sandra Schön.

Sandra Schön

Die Folien zu meinem Impulsvortrag zu (ausgewählten) Trends und Perspektiven der Lern- und Weiterbildungsmöglichkeiten in einer digitalisierten Welt heute in St. Pölten:

  • Sandra Schön (2017). Trends und Perspektiven der Lern- und Weiterbildungsmöglichkeiten in einer digitalisierten Welt. Impulsvortrag auf dem Überregionales Vernetzungstreffen Bildungsberatung Österreich, Total Digital. Bildungsberatung in einer digitalisierten Welt,  13. Juni 2017 Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten

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Be a smart teacher – start your Twitter account now!

#BayernEDU

Selten hat ein digitales Gemeinschaftsprojekt so eingeschlagen wie der „Twitterspickzettel“ für Lehrende, den die #Edupnx, #BayernEdu and friends (aka „Twitter Edu“) in den letzten Tagen miteinander erstellt haben. Er soll dazu dienen, dass sich noch viele weitere Kollegen, die bisher skeptisch waren oder nicht genau wussten, wozu Twitter gut sein soll, mit uns vernetzen, um die Digitale Bildung voranzubringen.

Wer mehr über die Entstehungsgeschichte erfahren möchte, der kann unter dem angegebenen Link auf dem Blog der Bildungspunks die ganze Geschichte nachlesen.

Zum Herunterladen und Austeilen im Lehrerzimmer gibt es hier die Sketchnote (weltklasse von Marc Albrecht-Hermanns gezeichnet💪🏻) als pdf-Datei: „Twitterspickzettel“

Habt ihr den Zettel schon verwendet oder ihn erhalten und daraufhin euren Account erstellt? Wir freuen uns auf eure Erfahrungen!

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