Digitalisierung – Wo bleibt der Mensch!?!

Digitale Bildung braucht entsprechende Ausstattung und Wartung. Einfache Rechnung – leicht nachzuvollziehen. Hoffentlich ändert sich bald mal was!

#BayernEDU

Wir alle sprechen vom Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Lernen und Lehren soll immer mehr digital werden. Diskutiert wird über den Einsatz von Tablets, Leasing-Modelle, BYOD, usw. Ich ertappe mich immer wieder zu diesem Thema die gleichen Fragen zu stellen.

  1. Wer – bitte schön – soll die Wartung und die Pflege der Geräte übernehmen?
  2. Können wir den Kindern und Eltern die Pflege der Geräte, die sie im Unterricht verwenden,  überlassen – auch wenn sie deren Eigentum sind? SInd wir hier nicht auch irgendwie in der Pflicht?
  3. Welche Kompetenzen brauchen wir als Lehrer in diesem Fall?
  4. Kann eine Person (wie immer der Systembetreuer) das überhaupt schaffen?

Welche Lawine schiebt sich denn da auf uns zu? Gedankenspiele, die nicht soweit weg sind.

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#BayernEdu – wer sind wir, was wollen wir, wozu gibt es das?

Ich kann nur wiederholte: Vernetzung, Vernetzung, Vernetzung! 👍

#BayernEDU

Von einer Idee bis zur Realisierung dauert es normalerweise in Deutschland etwas länger – die neverending Bauarbeiten am Berliner Flughafen dienen hierfür als gutes Beispiel.

Wie schnell sich im Zeitalter der Digitalisierung Ideen verbreiten und eine gewisse Eigendynamik erreichen, konnte man in den letzten Wochen gut „auf Twitter“ beobachten. Von Ferdinand Stipberger ins Spiel gebracht, entwickelte sich rasch der Wunsch nach einem gemeinsamen Hashtag, der die Digitale Bildung auch aus bayerischer Perspektive beleuchtet will (die bisher, wenn man die Diskussionen auf den gängigen Plattformen so betrachtet, eher unterrepräsentiert war). Nach einer kurzen Etherpad-Umfrage war klar – #BayernEdu war geboren. Im Folgenden sollen Interessierten die Hintergründe dazu erläutert und explizit zum Mitmachen aufgerufen werden, denn eines ist sicher – #BayernEdu ist kein neuer #Edchatde und keine Regionaldigitalbildungsmeisterschaft.

Wer wir sind?

Das Gros unserer „Mitglieder“ besteht zunächst einmal aus den Beteiligten des derzeit laufenden Schulversuchs „Digitale Schule 2020“ (http://bildungspakt-bayern.de/digitale-schule-2020/). Gerade die beiden…

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Daten-Ablage – Bloß wo und wie?

 

 

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Dies ist ein Beitrag zur ersten Beitragsparade für die Bildungspunks.

Das Thema Daten spielt für alle Lehrer eine große Rolle – egal, ob im Regal und Papierstapel gesucht wird oder in einem digitalen Speichermedium. Datenschutz, Datenablage, Datensicherung, Teilen von Daten,… die Datenverwaltung sind entscheidende Kategorien, die jeden Lehrer beschäftigen.

Im Zeitalter fortschreitender digitaler Möglichkeiten stellt sich die Frage, wie sortiere ich meine Daten und wo lege ich sie sicher ab, immer wieder neu. Anforderungen ändern sich, Möglichkeiten eröffnen sich – egal, man ist eigentlich immer auf der Suche nach DER Lösung. Die Lösung schlechthin wird es aber nicht geben. Deshalb ist, wie ich finde, der Austausch über dieses Thema wichtig.

Im Folgenden möchte ich kurz vorstellen, wie ich vorgehe. Zuerst einmal die Ausgangsbedingungen:

An meiner Schule existiert kein flächendeckendes WLAN. Nur ein paar Räume sind erfasst, mehrere Gebäude gar nicht. Für SchülerInnen herrscht Handyverbot, ein Lernmanagement existiert nicht. Es stehen 28 Laptops für die Schüler zur Verfügung, die aber nicht optimal gewartet werden und so nicht immer voll einsatzbereit sind – also kein verlässliches Arbeitsmittel darstellen. Die KollegInnen sind untereinander kaum vernetzt.

Wenn ich also Datenablage betreibe, dann eher für mich als Ordnungsprinzip. Um aber trotzdem den SchülerInnen einen gewissen Umgang mit digitalen Medien zu ermöglichen, habe ich mich für ein persönliches Lernmanagementsystem entschieden – cloudschool. Hier kann ich meine Material und Aufgabenstellungen geordnet nach Fächern und Klassenstufen oder auch projektbezogen ablegen – nicht nur für die Schüler, sondern auch für mich. Eine Kollegin ist neugierig geworden und schaut immer mal auf cloudschool bei mir vorbei, insofern ist also auch ein Teilen der Materialien und Ideen möglich. Mir gefällt das System von cloudschool sehr gut – einfache, übersichtliche Struktur, intuitive Handhabung.

Daten sammeln, ordnen, suchen und  – vor allem finden: dafür ist bei mir evernote zuständig. Ich liebe das Tag-System. Durch die Schlagwörter finde ich sofort, was ich suche. Auch das Einsortieren in Notizbücher und deren Stapelbildung bleiben einfach und überschaubar. Allerdings gibt es da auch, trotz Premium-Account, Beschränkungen, darauf hat Monika Heusinger in ihrem Blogpost schon verwiesen. Also – wieder neu nachdenken!

Materialien mit SchülerInnen teilen hält sich bei mir auf Grund der oben beschriebenen Situation in Grenzen. Wenn nötig, können meine SchülerInnen über cloudschool auf die Sachen zugreifen. Dort finden sie direkt in ihrer Klassestufe und ihrem Fach die Arbeitsanweisungen, Bilder, Links zu Prezis oder Google Docs, Learning Snacks oder Quizlet. Auch QR-Codes kann man integrieren. Personenbezogene Daten werden nicht über cloudschool von mir erfasst. Die SchülerInnen gehen über meinen Account in das System.

Desweiteren nutze ich Google Drive zum Teilen mit einigen wenigen Kollegen und Freunden, Dropbox eher weniger. Um den Workflow zu vereinfachen, gibt es sicher zahlreiche Tools. Aber nicht immer ist eine Vielzahl davon auch hilfreich. Einige Tools habe ich ausprobiert, aber die Nutzung ist mehr und mehr zurückgegangen. Dazu zählen: Pocket, Buffer, IFTTT, Workflow.

Für Daten, die ich für die Schülerverwaltung brauche (Noten, Anwesenheit, Bemerkungen), nutze ich Teachertool. Hat sich für mich schon seit einigen Jahren bewährt. Die erste Zeit habe ich auch doppelte Buchführung betrieben, aber mittlerweile läuft alles digital und ich sichere immer am Monatsende die Daten. Fazit: läuft.

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Allerdings möchte ich nicht auf meinen analogen Lehrerkalender verzichten – Termine merke ich mir besser, wenn ich sie aufschreibe, Zurufe von SchülerInnen und KolegInnen, sowie die gesamte Zettelwirtschaft, die an meiner Schule so anfällt, wandern hinein und werden später dann, wenn möglich und nötig, digitalisiert verschoben.

Alles in allem bin ich eigentlich immer unzufrieden und habe das Gefühl, es geht noch besser. Dieses Gefühl wird sicher auch noch so lange bestehen bleiben, wie sich mein digitaler Workflow noch mit dem analogen der Schulrealität überschneidet. Und ich hoffe auf einige neue Ideen, wie sich Strukturen und Workflow verbessern lassen. Im Moment landet fast alles auf Festplatten. Stellt sich die Frage, sind Cloud-Lösungen besser, sicherer? Sollte man sich doch ein NAS zulegen? Allerdings würde ich mir wünschen, dass ich mir da überhaupt keinen Kopf machen müsste und alles zentral über ein Bildungsmanagementsystem laufen würde. (Wunschdenken oder Zukunftsmusik?)

 

 

 

 

SchiLF Digitale Bildung geht in die 2. Runde

Plan zum Nachmachen – Konzept für Schulen, die sich auf den Weg in die Digitalisierung der Bildung machen

Smart Classroom Learning

Nach der erfolgreichen Erprobung des Pilotprojekts “Digitale Bildung” im Schuljahr 2015/16 wird die systematische Qualifizierung des Kollegiums unserer Schule im Bereich digitale Bildung ab Mitte November fortgesetzt. Die berufsbegleitende Fortbildung wird weiterhin über das Schuljahr verteilt stattfinden, allerdings in modifizierter Form.

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Sich selber überflüssig machen

Richtige Haltung für Lehrende im 21. Jahrhundert! Danke an Philippe Wampfler.

Schule und Social Media

Es gibt Stunden, in denen ich mir als Lehrer überflüssig vorkomme. Im besten Fall ist ein Kollege da, mit dem ich dann ein Gespräch führe (meist über die Schule), oder eine Schülerin braucht noch etwas Hilfe oder Ermutigung: Alle anderen aber arbeiten.

Braucht es mich noch?, denke ich da zuweilen. Nein, eigentlich nicht. Es braucht einen Moment der Reflexion um festzustellen, dass ich damit ein Ziel erreicht habe. Auf jeder Ebene meiner Tätigkeit – von der Begleitung von Klassen bis zur Korrektur von Texten, vom Lehrervortrag in der ersten Lektion am Morgen bis zur Planung eines Museumsbesuchs – müsste mein Ziel sein, meine Tätigkeit obsolet zu machen.

Lernen im umfassenden Sinne braucht keine Anleitung, keine Motivierung, keine Bewertung, nicht einmal Begleitung. Es erfolgt in einem selbstgewählten Setting, mit selbstgewählten Arbeitsmaterialien und zu selbstgewählten Zeitpunkten. Seine Ergebnisse bewerten seine Qualität. (Und mit Ergebnis ist nicht etwas wirtschaftlich Verwertbares gemeint, sondern eine…

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