Gedanken nach der Fortbildung

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Gestern besuchte ich eine Fortbildungsveranstaltung in Wittenberg, organisiert von der Initiative  „Leben im Ganztag“ (Deutsche Kinder und Jugendstiftung), als Fachtag „Lernen bewegt“ angekündigt.  Erfahren habe ich aber nur durch Zufall von der Veranstaltung per Twitter. Auch der Titel hätte mir nicht weitergeholfen, suggeriert er doch ganz andere Inhalte als die dann dort angebotenen und von mir besuchten. Eigentliches Thema, nur dem Untertitel zu entnehmen, wenn man sich weiter durchgeklickt hatte, war: Lernen mit mobilen Endgeräten. Und die Veranstaltung, ich kann nur vom Samstag sprechen, war toll. Ich konnte 2 Workshops besuchen. Alicia Bankhofer referierte über digitale Tools im Unterricht und gewährte einen Einblick in ihre Unterrichtspraxis. Joe Buchner stellte seine Erfahrungen zum Thema Augmented Reality vor. Beide Workshops waren praxisnah und boten Gelegenheiten, Tools gleich zu testen und auszuprobieren. Leider konnte ich Heiko Rakoczys Session zu h5p nicht besuchen, da sie zeitgleich mit Alicias Workshop lief.

Input, Austausch, Vernetzen – genau das fand statt. Viele KollegInnen waren erstaunt über die aufgezeigten Möglichkeiten und wurden, wie Alicia es so schön formulierte, infiziert. Genau das ist für mich der Effekt der Fortbildungen. Deshalb kann es auch nicht zu viele davon geben. Auf Twitter wurde vor ein paar Tagen die Meinung vertreten, dass sich die „Edu-Veranstaltungen“ inflationär vermehrt hätten und mittlerweile eine ständige Wiederholung seien, man drehe sich im Kreis.

Sicher habe ich schon einige der vorgestellten Tools, Arbeitsweisen oder Plattformen kennengelernt, aber jede Veranstaltung bietet auch Neues. Neue Entwicklungen werden vorgestellt – das wäre die einfachste Variante. Oft sind solche Veranstaltungen aber auch immer wieder eine neue Motivation, bestimmte Apps oder Arbeitstechniken aufzugreifen und endlich auszuprobieren. Auf der „Liste“ hatte man sie schon lange, aber oft werden Dinge wieder verschoben und geraten in Vergessenheit. So habe ich also diese Veranstaltung mit der Motivation verlassen, inspiriert von Joe Buchner, es doch mal mit Augmented Reality im Unterricht zu versuchen. Vor einem halben Jahr hatte ich mir die App Aurasma heruntergeladen und getestet, dann aber wieder vergessen.

Ein viel wichtigerer Grund, solch gute Fortbildungsveranstaltungen zahlreich anzubieten, ist, dass vielen neuen KollegInnen, die sich noch nicht mit digitalem Arbeiten im Unterricht auseinandergesetzt haben, die Gelegenheit geboten wird, einzusteigen. In jedem Workshop waren interessierte Neueinsteiger. Und hier sehe ich das Potential, digitale Bildung voranzubringen. Der Kreis der LehrerInnen, die digitale Werkzeuge einsetzen, wird größer. Vielleicht nicht so schnell, wie mancher es gern hätte.

Einsatz digitaler Medien und Tools kann nur dann erfolgen und von Lehrern vermittelt werden, wenn die Lehrer es selbst nutzen. Heißt, wenn sich ein digitaler Workflow bei der Lehrperson etabliert hat, dann wird sie auch bereit sein, diesen zu lehren und mit und für Schüler anzuwenden. Deshalb wäre auch eine Verstärkung der digitalen Bildung im Lehramtsstudium und während des Referendariats dringend notwendig. Wir müssen LehrerInnen, für die es eine Selbstverständlichkeit ist, digital zu arbeiten, in die Schulen entlassen.

Das Ziel, wieder ein paar weitere Lehrkräfte für digitale Bildung zu interessieren und die Motivation zu setzen, einige der vorgestellten Tools auszuprobieren, wurde mit der Veranstaltung sicher erreicht.

Und nebenbei passiert die Venetzung der Lehrenden auf solchen Präsenzveranstaltungen von ganz allein. So traf ich das erste Mal Elke Noah (@klassenkrempel) und Joe Buchner #irl. Twitter ist zwar eine super Plattform für Austausch und Lernen, aber die persönliche Begegnung ist immer noch die beste Art der Zusammenarbeit. Ich freue mich schon auf’s nächste gemeinsame Treffen und Lernen.

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Technische Ausstattung – Wunschdenken

 

Technische Grundausstattung? Mindestanforderungen? Diesen Monat haben die Bildungspunks in ihrer Beitragsparade dazu aufgerufen, über diese Fragen nachzudenken.

An meiner Schule wird hinsichtlich der Ausstattung kaum diskutiert, da diese mehr schlecht als recht ist. Da ist man automatisch mit wenig zufrieden bzw. sucht und findet eigene Lösungen – zum Beispiel der Kauf eines eigenen Beamers.

Ausgangslage an meiner Schule (ca. 750 Schüler, 4 Gebäude – weit auseinanderliegend):

  • Tafeln und Kreide in jedem Raum 😉
  • OHP in jedem Raum
  • 1 Whiteboard
  • 28 Laptops in einem Gebäude
  • WLAN (aber nicht stabil) in nur einem Gebäude, nur für Lehrer
  • Handyverbot für Schüler

Wenn ich mir Ausstattung vorstelle, dann eigentlich immer im Zusammenhang – was will/kann ich damit machen. Die technische Umsetzung überlasse ich gern anderen. Ich will damit arbeiten und es soll funktionieren. 😉 Deshalb habe ich versucht, diese Dinge, Ausstattung und Nutzung, aufzulisten. Hier meine Gedanken:

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Dies sind die ersten Überlegungen. Sicher ist die Aufstellung noch erweiterbar. Wer da Tipps hat, immer her damit. Unsere Schule arbeitet gerade an einem Medienkonzept und ich wäre für inspirierende Hilfe dankbar.

Workflow mit Classei im Lehreralltag

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Der Monat August ist vorbei und damit die ersten dreieinhalb Wochen des neuen Schuljahres. In den letzten beiden Wochen vor Schulstart habe ich mein analoges Ablagesystem auf Classei-Mappen und Stehsammler umgestellt – um nicht zu sagen: revolutioniert 😉 und zwar dank des Beitrags von Marcel Spitau bei den Bildungspunks. Dies ist also ein Ergänzungsbeitrag zum April-Thema Daten-Ablage.

An der Wortwahl ist meine Begeisterung zu spüren, ich bin überzeugt und empfinde es als eine enorme Erleichterung im Alltag. Das ist eine sehr persönliche Sichtweise und liegt vielleicht an meinem bisherigen (chaotischen, nicht wirklich vorhandenen) Ordnungssystem.

Ich bin Lehrerin für 3 Fächer: Deutsch, Geschichte und Englisch. (Ja, ich weiß – blöde Wahl. Alles korrekturintensive Fächer, aber ich habe nach Interesse gewählt.). Im Laufe von mehr als 20 Jahren des Unterrichtens haben sich „Tonnen“ von Papier angehäuft. Dies resultiert vor allem aus der vor-digitalen Zeit und der Tatsache, dass ich, wie sicher viele Lehrer, glaubte, man könnte ja das Arbeitsblatt oder den Test oder die Klausur nochmal gebrauchen. Hinzu kommen auch zahlreiche Folien für OHP, die bei uns an der Schule leider noch zur Standardausstattung gehören.

Classei gibt mir die Möglichkeit, alles in kleinen Portionen zu sortieren und durch die Mappen und entsprechende Kennzeichnung griffbereit zu haben. Ich versuche wirklich, die Materialien sehr genau zu trennen und zu bezeichnen. Vieles kann man an verschiedenen Stellen (Jahrgänge, Fächer, FoBi) einsetzen und will nicht erst lange überlegen, in welcher Rubrik man es abgelegt hat. So habe ich zum Thema Epik-allgemein in Sek. II einzelne Mappen für Theorie, Folien, Tests, Referatsthemen, Klausuren und natürlich für einzelne Werke.

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Was ich als den größten Vorteil empfinde, ist das Nicht-Lochen-und-Abheften-Müssen. Kein Ordner, den man erst aufschlagen und mühsam nach der richtigen Stelle absuchen muss, um dann mit der Heftung zu kämpfen. Ein weiterer Pluspunkt ist das „Befüllen“ der Mappen. Einmal gekennzeichnet und einsortiert, reicht oft schon ein Beiseiteschieben im Stehsammler und man kann die entsprechenden Papiere hineingleiten lassen. Die Ordner nahmen viel Platz weg. Einige konnte ich schon entsorgen und habe enorm an Stauraum gewonnen – und viel besser noch: an Überblick.

Natürlich habe ich noch längst nicht alles eingeordnet. Nach und nach im Laufe des Schuljahres baue ich das System auf und aus. So hoffe ich, auch festzustellen, was am Ende wirklich entsorgt werden kann.

Die beste Idee überhaupt ist das 43-Ordner-System. Jeder Tag eine Mappe, jeder Monat eine Mappe – und mein Chaos ist beherrschbar. Die vielen Dinge, die bei einem Lehrer täglich eintrudeln – Infos von Schülern, Hinweise von der Fachschaft, Tests, Terminansagen in bestimmten Klassen, … Früher landete das alles im Lehrerkalender, der immer mehr anschwoll und am Ende eigentlich nur noch aus fliegenden Zetteln bestand, die zeitaufwändig durchsucht werden mussten. Meist mit dem Ergebnis, dass man das, was man gesucht hatte, garantiert nicht gefunden hat. Jetzt habe ich eine Pendelmappe, die ich täglich mitnehme und die jeglichen Papierkram aufnimmt. Zu Hause wird einmal ausepackt und in die 43-Ordner sortiert – gleich zu dem gewünschten Termin. Endlich hört das Suchen auf. Meinen 11er Kurs Geschichte habe ich nächsten Dienstag – 3 Schüler haben den Test nicht mitgeschrieben, also zum nächsten Dienstag ablegen. Und jetzt kommt das Beste: Und vergessen!!! 😉

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So wie die Unterlagen in der entsprechenden Tagesmappe verschwinden, bin ich sicher, dass ich sie am Abend vorher rausnehme und nicht vergesse. Entspannterer Umgang mit der Zettelwirtschaft, die ja leider nicht weniger geworden ist. Da an meiner Schule bis jetzt alles analog läuft, kann ich so die Papierberge bewältigen.

Eine weitere Neuanschaffung, über die ich froh bin, ist mein Taschenbegleiter „RoterFaden„. Für die Noten brauche ich den analogen Lehrerkalender sowieso nicht, sondern eher als Gedächtnisstütze – Stundenplan, Raumplan und Sitzpläne. Dank der Klammern sitzt alles an der richtigen Stelle, nichts geht mehr verloren.

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In diesem Jahr habe ich das Gefühl organisierter und strukturierter gestartet zu sein. Hoffe, es ist nicht nur ein Gefühl! 😉

Lehrer-Start ins neue Schuljahr

 

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Für mich in Sachsen-Anhalt ist sind die ersten 7 Schultage des Schuljahres 2017/18 vorbei. Fazit: #läuft

Dass ich mein Fazit erst nach einer Woche ziehen kann, hängt mit der späten Bekanntgabe von Lehrereinsatz und Stundenplänen zusammen. Montag, zur ersten Dienstberatung vor Schulstart am Donnerstag, habe ich die Informationen erst erhalten. Wie ich finde – reichlich spät. Von meinen 25 Pflichtstunden waren mir nur 4 bekannt – mein 11er Deutsch-Kurs läuft natürlich nun als 12er weiter. Alles andere war unklar. Ich finde solch eine späte Bekanntgabe des Einsatzes problematisch. Schließlich gibt es noch einiges vor Unterrichtsbeginn zu planen. Und innerhalb von 3 Tagen die Planung für mehrere Klassenstufen und Fächer aufzustellen, halte ich für mehr als ungünstig. Zumal in dieser Zeit auch Fachschaftssitzungen und andere Treffen stattfinden.

Insgesamt bin ich aber mit meinem Einsatz mehr als zufrieden. Ich darf 6 Klassen weiterführen – das ist eine gute Basis. Kontinuität zahlt sich in Schule immer aus.               2 Klassen habe ich neu übernommen. Und nach 2 Jahren Klassenleitertätigkeit für eine 5./6. Klasse kann ich jetzt ein Jahr mit Klassenführung pausieren. Ein ganzes Schuljahr! Da weiß man erstmal richtig einzuschätzen, wieviel Mehrarbeit die Tätigkeit als Klassenleiter bedeutet. Bei der ganzen Rennerei in den ersten Tagen (Liste erstellen und abgeben, Infos überprüfen, verschiedene Dinge einsammeln, Meldungen weitergeben, …) konnte ich mich freuen, dass ich es in dieser Hinsicht dieses Jahr etwas ruhiger angehen lassen kann – ich werde es ganz bewusst genießen.

Neue Fachlehrpläne, Schreiben eines Mediennutzungsplans, Organisation der Geschichtsprojektwoche für Klassenstufe 6 und diverse andere Dinge wie Fortbildungen, die auf der Agenda stehen, werden keine Langeweile aufkommen lassen.

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Außerdem habe ich technisch/digital aufgerüstet. seit gestern bin ich stolze Besitzerin eines Minibeamers, der ab nächster Woche zum Einsatz kommt. Ich verspreche mir zuerst Zeitersparnis und einen besseren persönlichen Workflow. Mal sehen, wie es läuft.

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Dann gab es auch noch eine analoge Aufrüstung: Ich bin dank des tollen Artikels von Marcel Spitau  für die BildungspunksBeitragsparade zum Classei-System gewechselt. Eine Sortier-Aktion vor den Ferien war die Grundlage. Jetzt während der Schulzeit wird nach und nach alles weiterstrukturiert und zugeordnet – ich bin begeistert.

Beide organisatorischen „Aufrüstungen“ will ich wenigstens einen Monat im Schulalltag testen, um mir eine Meinung bilden zu können.

Euch allen auch einen guten Start oder auch noch schöne Ferien – je nach dem.

 

 

 

Infogram – Tool zum Erstellen von Infografiken

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Für Präsentationen nutze ich meist prezi. Ich bin nicht rundum zufrieden damit, im Moment erscheint es mir oft etwas zu verspielt. Nüchterne, auf den Inhalt fokussierte Darstellungen sind mir lieber. Und da kommen die Infografiken ins Spiel. Schon länger bin ich auf der Suche nach einem Tool zum Erstellen von Infografiken – bis jetzt erschien mir alles zu kompliziert, teuer, umständlich.

Prezi und infogram haben sich im Mai diesen Jahres zusammengeschlossen. Über die Prezi-Seite bin ich dann auf infogram gestoßen. Die kostenlose Basis-Variante offenbart ein tolles, einfaches und intuitiv zu bedienendes Tool. Alle möglichen Arten von Diagrammen lassen sich einbinden, genauso wie Texte, Karten und Videos. Anpassungen lassen sich leicht vornehmen. Man kann von Google Drive, One Drive oder Dropbox Daten hochladen.

Hier mein nicht ganz ernst gemeinter Versuch der Darstellung, was ein Lehrer so kurz vor Schuljahresbeginn noch zu tun hat. (Angaben frei geschätzt ;))

Lehrertätigkeit vor Schuljahresbeginn

 

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Die Infografiken lassen sich über die sozialen Medien verteilen oder auch über Mail. Ebenso kann man sie auf infogram veröffentlichen. Ein WordPress-Plugin gibt es auch. Es ist also auf alle Fälle einen Versuch wert.

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Daten, Daten, Daten – ein Problem in Schule

Die Beitragsparade der @Bildungspunks für den Monat Juli lädt zum Nachdenken über Fragen des Umgangs mit Daten ein. Datenschutz, Datensicherheit, Datenspeicherung sind Reizwörter in der Bildung. Lösungen für den Umgang mit Daten werden gefordert, aber kaum umfassend gefunden.

Daten sollen Kommunikation, Kollaboration und auch Kreativität fördern. Welche Erwartungen haben LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern dahingehend? Ich habe versucht, die Wünsche und Bedenken aufzulisten, die mir in Gesprächen mit KollegenInnen, aber auch SchülerInnen und Eltern immer wieder begegnet sind.

Die verschiedenen Punkte sind im folgenden SlideWiki (CC BY SA)  zusammengefasst. Ich würde mich über Ergänzungen, Erweiterungen und natürlich auch Lösungsvorschläge freuen.

SlideWiki 

Lehrer(fort)bildung – Kritik und Wunsch

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Wir haben das 21. Jahrhundert – Zeitalter von Industrie 4.0 und Digitalisierung. Bildung im 21. Jahrundert kann sich dieser Entwicklung nicht verschließen. Vor dem Hintergrund, dass wir als Lehrkräfte Kinder und Jugendlichen fit für eine Zukunft machen sollen und wollen, die wir selbst kaum abschätzen können, müssen gerade wir an den aktuellen Trends dranbleiben. Deshalb hat die Lehrerbildung – angefangen von der Ausbildung bis zur Fort- und Weiterbildung – größten Stellenwert. Lifelong Learning ist nicht umsonst ein Schlagwort unserer Zeit.

Inhalte von Lehrer(fort)bildung

müssen also immer auf dem neuesten Stand sein. Interesse der Lehrkräfte ist selbstverständlich. Schaut man sich aber die Angebote an, sind gute, innovative Veranstaltungen rar. Eine fachlich fundierte Ausbildung vorausgesetzt, wünschen sich die meisten Kollegen Hilfe und Unterstützung in ganz konkreten Fragen zu Unterrichtsplanung und -methoden, Austausch mit Fachkollegen über Abläufe, Organisation und Bewertung. Außerdem werden auch in breiterer Front die Fragen zur digitalen Bildung lauter: technische Möglichkeiten, Umgang mit speziellen Programmen und Apps, Datenschutzregelungen… Gerade in diesem letztgenannten Bereich besteht ein großer Nachholebedarf bzw. dringender Handlungsbedarf. Wer digitale Bildung (ich benutze den Begriff trotz der vielen Diskussionen) in Schule bringen will, muss bei der Lehrer(fort)bildung beginnen. Viele KollegInnen werden nichts wirklich umsetzen, wenn sie selbst nicht wissen wie. Erst wenn Tools, Apps, Programme, Abläufe wirklich vom Lehrer genutzt werden, kann er sie auch lehren. Hinzu kommt, dass jeder Lehrer eigene Ansprüche und eineneigenen Bedarf der Fortbildung hat. Digtale Hilfsmittel können hier Mittel zu Individualisierung sein, Tempo, Zeit und Inhalte können selbst bestimmt werden.

Organisation von Lehrer(fort)bildung

Hier liegt meines Erachtens nach großes Potential, wenn Bildungspolitik die digitalen Möglichkeiten zulässt und nutzt. Zuallererst muss aber auch die Fortbildungsbereitschaft der Kollegen eingefordert werden. Ich denke, dass eine verpflichtende Anzahl von Fortbildungsveranstaltungen wichtig ist. Im Moment wird dies bei uns nicht verlangt. Förderalen Strukturen sind in dieser Hinsicht auch hinderlich. Ich wünsche mir, dass egal, wo und welche Fortbildung ich besuche, die Teilnahmebestätigung im eigenen Bundesland anerkannt werden wird. Wenn man sich die Organisation der Fortbildung in meinem Bundesland anschaut, offenbart sich noch großes Potential. Die Angebote sind meist Frontalveranstaltungen, einmalige Seminare – stundenlang jemandem zuhören, kein Austausch, keine Zusammenarbeit. Das Feedback der Kollegen ist dementsprechend.

Wer schon einmal ein Barcamp oder educamp besucht hat, weiß, dass Fortbildung auch anders sein kann – interessant, anregend, viel Austausch, Ausprobieren, Learning by doing, kollaborativ. Dieses Potential sollte mehr als Fortbildungsformat im Bildungsbereich genutzt werden. Zumal es auch Vernetzungen schafft, die sich positiv auf die Schulkultur auswirken – gute Beispiele machen schneller die Runde und regen zur Nachahmung an. Fragen können gestellt, Ansprechpartner gefunden werden. Erkenntnisse aus Testphasen von neuen Tools oder Methoden erforden Austausch – nicht nur einmal im Rahmen eines Seminars, sondern gerade danach sind Kommunikation und Kollaboration entscheidend, um Entwicklungen im Schulalltag anzupassen und zu verankern. Voraussetzungen dafür ist ein engagiertes und aufgeschlossenes Organisationsteam auf Landes- und Schulebene.

Eine andere Möglichkeit für den schnellen Input „nebenbei“ sehe ich in Mikro-Fortbildungen von engagierten KollegInnen an den eigenen Schulen. Hier wird mal schnell eine App erklärt, neue Methoden erläutert – in der Mittagspause, Freistunde oder kurz nach dem Unterricht. Diese effektiven Kurztreffen sind super – Kollegen kennen sich, Probleme und schulinterne Abläufe sind bekannt. Nie ist man dichter am eigentlichen gewünschten und benötigten Fortbildungsbedarf der Kollegen.

Ob beim educamp oder in der Mikro-FoBi, meist sind es einzelne enthusiastische Kollegen, die das organisieren und durchführen. Hier ist stärkere Unterstützung und Anerkennung auf Landesebene gefordert. Die Fortbildung kann nicht privat von den Kollegen gestemmt werden. Es fehlen Anrechnungsstunden und auch die Freistellung der Kollegen, die die Veranstaltungen besuchen möchten. Meist werden Anträge zur Fortbildung nicht genehmigt – Stundenausfall ist die Begründung. Andererseits ist aber die Fortbildung der Kollegen unabdingbar und kann nicht nur am Wochenende stattfinden. Ansonsten wird sich in Bezug auf Bildung im 21. Jahrhundert nicht viel ändern und wir bleiben da, wo wir sind: Organisation aus dem 19. Jahrhundert, Materialien und Methoden aus dem 20. Jahrhundert. Da wird es schwer mit der Ausbildung einer Jugend, die fit gemacht werden soll für die Zukunft.

Vernetzungsbaum

Warum also nicht die Möglichkeiten nutzen, die uns unsere Zeit bietet und die auch alle im Privatleben selbstverständlich einsetzen? Für die Anforderungen an die Lehrer(fort)bildung gibt es viele digitale Wege und Tools – immer wieder neue, immer wieder weiterentwickelt.

 

 Anforderungen an Lehrer(fort)bildung

  • Fortbildung soll zum Handeln anregen
  • Austausch von Erfahrungen/Ergebnissen auch über das persönliche Treffen hinaus
  • Fortbildung als Reihe geplant, keine frontalen Einzelveranstaltungen
  • digitale Vernetzung der Teilnehmer, um Weiterarbeit zu ermöglichen
  • Behinderung der Fortbildung durch förderale Strukturen überwinden
  • Fortbildungen auf nationaler und internationaler Ebene unterstützen (Notwendigkeit durch Globalisierung gegeben)

digitale Wege und Tools zur Fortbildung und Vernetzung, die ich nutze

Daten-Ablage – Bloß wo und wie?

 

 

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Dies ist ein Beitrag zur ersten Beitragsparade für die Bildungspunks.

Das Thema Daten spielt für alle Lehrer eine große Rolle – egal, ob im Regal und Papierstapel gesucht wird oder in einem digitalen Speichermedium. Datenschutz, Datenablage, Datensicherung, Teilen von Daten,… die Datenverwaltung sind entscheidende Kategorien, die jeden Lehrer beschäftigen.

Im Zeitalter fortschreitender digitaler Möglichkeiten stellt sich die Frage, wie sortiere ich meine Daten und wo lege ich sie sicher ab, immer wieder neu. Anforderungen ändern sich, Möglichkeiten eröffnen sich – egal, man ist eigentlich immer auf der Suche nach DER Lösung. Die Lösung schlechthin wird es aber nicht geben. Deshalb ist, wie ich finde, der Austausch über dieses Thema wichtig.

Im Folgenden möchte ich kurz vorstellen, wie ich vorgehe. Zuerst einmal die Ausgangsbedingungen:

An meiner Schule existiert kein flächendeckendes WLAN. Nur ein paar Räume sind erfasst, mehrere Gebäude gar nicht. Für SchülerInnen herrscht Handyverbot, ein Lernmanagement existiert nicht. Es stehen 28 Laptops für die Schüler zur Verfügung, die aber nicht optimal gewartet werden und so nicht immer voll einsatzbereit sind – also kein verlässliches Arbeitsmittel darstellen. Die KollegInnen sind untereinander kaum vernetzt.

Wenn ich also Datenablage betreibe, dann eher für mich als Ordnungsprinzip. Um aber trotzdem den SchülerInnen einen gewissen Umgang mit digitalen Medien zu ermöglichen, habe ich mich für ein persönliches Lernmanagementsystem entschieden – cloudschool. Hier kann ich meine Material und Aufgabenstellungen geordnet nach Fächern und Klassenstufen oder auch projektbezogen ablegen – nicht nur für die Schüler, sondern auch für mich. Eine Kollegin ist neugierig geworden und schaut immer mal auf cloudschool bei mir vorbei, insofern ist also auch ein Teilen der Materialien und Ideen möglich. Mir gefällt das System von cloudschool sehr gut – einfache, übersichtliche Struktur, intuitive Handhabung.

Daten sammeln, ordnen, suchen und  – vor allem finden: dafür ist bei mir evernote zuständig. Ich liebe das Tag-System. Durch die Schlagwörter finde ich sofort, was ich suche. Auch das Einsortieren in Notizbücher und deren Stapelbildung bleiben einfach und überschaubar. Allerdings gibt es da auch, trotz Premium-Account, Beschränkungen, darauf hat Monika Heusinger in ihrem Blogpost schon verwiesen. Also – wieder neu nachdenken!

Materialien mit SchülerInnen teilen hält sich bei mir auf Grund der oben beschriebenen Situation in Grenzen. Wenn nötig, können meine SchülerInnen über cloudschool auf die Sachen zugreifen. Dort finden sie direkt in ihrer Klassestufe und ihrem Fach die Arbeitsanweisungen, Bilder, Links zu Prezis oder Google Docs, Learning Snacks oder Quizlet. Auch QR-Codes kann man integrieren. Personenbezogene Daten werden nicht über cloudschool von mir erfasst. Die SchülerInnen gehen über meinen Account in das System.

Desweiteren nutze ich Google Drive zum Teilen mit einigen wenigen Kollegen und Freunden, Dropbox eher weniger. Um den Workflow zu vereinfachen, gibt es sicher zahlreiche Tools. Aber nicht immer ist eine Vielzahl davon auch hilfreich. Einige Tools habe ich ausprobiert, aber die Nutzung ist mehr und mehr zurückgegangen. Dazu zählen: Pocket, Buffer, IFTTT, Workflow.

Für Daten, die ich für die Schülerverwaltung brauche (Noten, Anwesenheit, Bemerkungen), nutze ich Teachertool. Hat sich für mich schon seit einigen Jahren bewährt. Die erste Zeit habe ich auch doppelte Buchführung betrieben, aber mittlerweile läuft alles digital und ich sichere immer am Monatsende die Daten. Fazit: läuft.

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Allerdings möchte ich nicht auf meinen analogen Lehrerkalender verzichten – Termine merke ich mir besser, wenn ich sie aufschreibe, Zurufe von SchülerInnen und KolegInnen, sowie die gesamte Zettelwirtschaft, die an meiner Schule so anfällt, wandern hinein und werden später dann, wenn möglich und nötig, digitalisiert verschoben.

Alles in allem bin ich eigentlich immer unzufrieden und habe das Gefühl, es geht noch besser. Dieses Gefühl wird sicher auch noch so lange bestehen bleiben, wie sich mein digitaler Workflow noch mit dem analogen der Schulrealität überschneidet. Und ich hoffe auf einige neue Ideen, wie sich Strukturen und Workflow verbessern lassen. Im Moment landet fast alles auf Festplatten. Stellt sich die Frage, sind Cloud-Lösungen besser, sicherer? Sollte man sich doch ein NAS zulegen? Allerdings würde ich mir wünschen, dass ich mir da überhaupt keinen Kopf machen müsste und alles zentral über ein Bildungsmanagementsystem laufen würde. (Wunschdenken oder Zukunftsmusik?)

 

 

 

 

Cloudschool – mein persönliches Lernmanagementsystem

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Wie organisiere ich meine Materialien als Lehrer? Eine Frage, die sich schon im Referendariat stellt und eigentlich bis zum Karriereende bestehen bleibt. Neue Materialien, egal ob Texte, Arbeitsblätter, Tests, Klausuren ect., kommen in einem ständigen Strom dazu. Verwalten, Aufbereiten und vor allem Wiederverwenden – dazu bedarf es einer gewissen Ordnung.

Im digitalen Zeitalter sollte es eigentlich kein Problem sein – alles ist nur einen Klick entfernt. Das setzt natürlich ein digitales Notizprogramm voraus. Ich verwende Evernote und bin sehr zufrieden damit. Aber irgendwie war es noch nicht das Richtige, um das Material oder die Aufgaben in der Schule zu präsentieren und allen SchülerInnen zugänglich zu machen.

Ein Lernmanagementsystem musste her. Das Angebot ist groß und vielfältig. An meiner Schule existiert kein LMS und wir haben auch denkbar schlechte technische Voraussetzungen (kein flächendeckendes WLAN, Handyverbot, sehr schlechte Netzabdeckung). Für mich wichtige Kriterien waren: SchülerInnen sollten ohne Anmeldung auf die Materialien zugreifen können, ich wollte Aufgaben, Texte, Bilder und Links problemlos integrieren können und die SchülerInnen sollten auch über dieses System schriftliche Aufgaben einreichen können.

Meine Wahl fiel auf CLOUDSCHOOL – ein von australischen Lehrern entwickeltes, kostenloses Lernmanagementsystem – plattformunabhängig. Eine Internetverbindung ist erforderlich – dann kann man darauf zugreifen, egal ob Smatphone, Tablet oder PC – also ideal auch für BYOD.

Als Lehrer lege ich meinen Account an und SchülerInnen greifen über diesen auf die entsprechenden Materialien zu.

Geordnet wird alles in Kursen. Bei mir entspricht das jeweils einem Fach in einer bestimmten Klassenstufe, beispielsweise für die 5. Klasse Geschichte und einem entsprechenden Thema – Beispiel Griechenland. Daraus ergibt sich bie Bezeichnung G5 Griechenland – für die Schüler leicht nachzuvollziehen. Der Kurs erhält den Namen, wenn gewünscht eine Beschreibung und man kann den Zugriff auswählen (da sich meine Schüler aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht einschreiben sollen – ist der Zugriff bei mir immer öffentlich)

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Innerhalb des Kurses kann ich dann einzelne Stunden organisieren, die ich aus Vorlagen auswählen kann. Bei mir sind dies immer die leeren Vorlagen. Da habe ich den meisten Spielraum.

Nun kann ich in jedem Kurs verschiedene Stunden anlegen und diese einzeln, genau wie auch den gesamten Kurs, freischalten, d.h. für SchülerInnen sichtbar machen oder wieder „verstecken“. Diese Funktion finde ich sehr praktisch. Nach Beendigung des Themas „verberge“ ich den Kurs oder auch einzelne Stunden wieder. Dadurch bleibt für die SchülerInnen das Angebot übersichtlicher.

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In den einzelnen Stunden gebe ich meist über das Textfeld die unterschiedlichen Erläuterungen, Aufgaben oder Beispiele ein. Sehr praktisch ist die Möglichkeit Links zu setzen. So habe ich bestimmte Spiele (LerningApps, LearningSnacks) integriert, aber auch Aufgaben auf der segu-Geschichte-Plattform oder Videos. Die Schüler brauchen nicht lange suchen, finden sofort die zur Arbeitsanweisung gehörende Aufgabe.

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Hausaufgaben können auch über cloudschool „eingesammelt“ werden. Damit ich die Arbeiten zuordnen kann bespreche ich mit den SchülerInnen die Kennzeichnung, die sie verwenden sollen. Ein persönliches Feedback für jeden Schüler ist möglich.

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Für mich ist cloudschool ein wichtiges Tool im Unterricht. Aufgabenstellungen, Tafelbilder Videos lassen sich über Beamer nutzen. Die Schüler kennen so die Plattform und finden sich zurecht. Zu Hause können sie dann sehr leicht die Aufgaben nachvollziehen und Lernstoff wiederholen, Hausaufgaben erledigen oder auch die Lernspiele nutzen. Als Arbeitsplattform im Unterricht kann ich das LMS auf Grund der schlechten technischen Ausstattung nicht bzw. nur für über den Beamer nutzen. Aber trotzallem ist es für SchülerInnen ein leicht handhabbares Werkzeug, um auch zu Hause Lernstoff zu wiederholen und zu bearbeiten.

Im Laufe der Zeit kommen mehr und mehr Stunden dazu und man besitzt dann ein Art große Bibliothek, aus der man bei Bedarf nur das ensprechende Buch (Stunde) ziehen braucht. Ich kann die jeweiligen Einheiten jedes Jahr wieder freischalten, leicht verändern und nutzen. Allerdings muss ich auch sagen – die Abwechslung macht’s. Ich würde nie in jeder Unterrichtsstunde auf cloudschool zugreifen. Aber schön wenn man es kann – Material geordnet, aufbereitet und  einsatzbereit.

Cloudschool bietet auch noch andere interessante Funktionen. Zum Beispiel könnte man über die Plattform eine Schülerdiskussion führen. Da aber bei uns die Netzabdeckung sehr schlecht ist, lohnt sich diese Funktion für mich nicht (Bei einem Versuch hatten von 22 Schülern  nur 6 Empfang), aber für andere könnte das eine wichtige Option sein.

Also, einfach mal testen – es lohnt sich.